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descriptionGrafik: HI-Virus
Entwarnung ist nicht in Sicht. Obwohl es viele Informationsmöglichkeiten über die globale Epidemie AIDS gibt, nimmt die Zahl der HIV-Neuinfizierten wieder zu.
descriptionZentrifuge im Labor
Tückisch: Bis sich die Infektion mit grippeähnlichen Beschwerden zeigt, können wenige Wochen, aber auch 20 Jahre vergehen. Zwei Bluttests schaffen Klarheit.
descriptionFrau nimmt Tablette
AIDS ist immer noch unheilbar. Hochwirksame Medikamente können jedoch die Menge der Viren in Schach halten – falls das Virus nicht dagegen resistent wird.
descriptionMann im Wartezimmer
Sport, reisen, Sex - das muss bei einer HIV-Infektion nicht tabu sein. Unverzichtbar sind Verantwortungsbewusstsein für sich und andere sowie eine gesunde Lebensweise.
descriptionKondom
Sex ist die häufigste Ansteckungsquelle bei HIV. Konsequenter Schutz bei Oral-, Vaginal- und Analverkehr ist die wichtigste Vorbeugemaßnahme.
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Information ist so wichtig wie das Kondom

Wie man sich mit AIDS anstecken kann – darüber herrschen immer noch viele falsche Vorstellungen. Über gemeinsam benutztes Geschirr oder im Schwimmbad kann es zum Beispiel nicht gefährlich werden. Die häufigste Infektionsquelle ist ungeschützter Sexualkontakt. Das Kondom ist also immer noch die sicherste Schutzmaßnahme gegen das HI-Virus.

Im Überblick



Ansteckungsgefahr – ja oder nein?

Lange herrschte in unseren Breitengraden die Meinung vor, dass HIV nur homosexuelle Männer und Drogenabhängige betrifft. Das ist eindeutig falsch. Jeder kann sich mit HIV infizieren! Die Ansteckung kann im Wesentlichen über diese Körperflüssigkeiten erfolgen:
  • Blut
  • Sperma
  • Scheidenflüssigkeit
  • Muttermilch
  • Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut

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In all diesen Körperflüssigkeiten muss jeweils eine genügend große Menge von HI-Viren vorhanden sein, um andere anstecken zu können. In Schweiß, Tränenflüssigkeit und Speichel werden meistens keine ausreichend hohen Virenkonzentrationen erreicht.

HIV kann demnach übertragen werden durch:
  • ungeschützten Geschlechtsverkehr
  • Gabe von Blut oder Blutbestandteilen
  • Transplantation infizierter Organe
  • Schwangerschaft, Geburt und Stillen
  • gemeinsamen Gebrauch von kontaminierten Nadeln und Spritzen
  • Nadelstichverletzungen, offene Hautwunden und Schleimhautkontakte

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HIV wird nicht übertragen durch:
  • Toilettensitze, Schwimmbecken, Wasserhähne, Duschen
  • Berühren und Umarmen von HIV-Infizierten
  • Küssen
  • Geschirr, Bettwäsche oder sonstige von HIV-Infizierten benutzte Gegenstände
  • Nahrungsmittel, die von HIV-Infizierten zubereitet wurden
  • Tröpfcheninfektion
  • Mücken oder andere Insekten
  • nichtsexuellen Sozial- und Körperkontakt
  • Schmierinfektion (fäkal-oral)

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Wie kann man sich vor HIV/AIDS schützen?

Um sich und andere zu schützen, sollte man wissen, dass die Übertragung des HI-Virus nur auf bestimmtem Weg erfolgen kann. Prinzipiell kann sich jeder mit HIV infizieren. Allerdings gibt es sogenannte Risikogruppen, bei denen die Gefahr einer Infektion höher liegt. Zu diesen Risikogruppen zählen Homosexuelle, Drogenabhängige und Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern.

Sexuelle Kontakte
Die häufigste Übertragung geschieht bei sexuellen Kontakten. Deshalb ist geschützter Anal-, Oral- und Vaginalverkehr das A und O, um das Risiko einer HIV-Übertragung so weit wie möglich zu minimieren. Hierfür sind Kondome und Lecktücher immer noch am besten geeignet. Der Gebrauch von Kondomen sollte für jeden eine Selbstverständlichkeit sein. Wer in einer festen Beziehung lebt, sollte mit dem Partner stets offen und ehrlich umgehen. Seitensprünge – besonders wenn ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat – müssen offen angesprochen werden. Insgesamt rettet ein offener Umgang mit dem Thema Leben. HIV/AIDS ist auch ein großes Thema bei Urlaubsreisen. In vielen Ländern wird die AIDS-Gefahr unterschätzt. Es gibt eine hohe Dunkelziffer an Infizierten, vor allem auch unter den Prostituierten. Safer Sex gilt auch hier unbedingt und zu jeder Zeit!

Postexpositionsprophylaxe nach „Safer-Sex-Unfall“
Auch wenn beim Geschlechtsverkehr Kondome und Lecktücher benutzt werden, können diese beispielsweise reißen oder abrutschen. In diesem Fall gibt es für den HIV-negativen Partner die Möglichkeit, für einige Wochen HIV-Medikamente einzunehmen und eine sogenannte Postexpositionsprophylaxe (PEP) durchzuführen. So kann meistens verhindert werden, dass sich HIV im Körper festsetzt. Die Behandlung sollte jedoch möglichst schnell nach dem „Unfall“ begonnen werden – am besten innerhalb von zwei Stunden, spätestens jedoch nach 48 Stunden – um die Vermehrung der Viren rechtzeitig zu stoppen.

Drogenutensilien
Bei Drogenabhängigen kommt es meist zu einer Übertragung von HIV durch gemeinsam benutzte Nadeln. Es gibt verschiedene Hilfsprogramme, die versuchen, diesem Personenkreis durch Alternativen zum Drogenkonsum (zum Beispiel Methadon-Programm) oder durch Verteilung von sauberen Spritzbestecken zu helfen.

Blutprodukte
Die Übertragung durch HIV-infizierte Blutprodukte ist durch die strengen Tests in Deutschland seit Langem nicht mehr nachgewiesen worden.
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Sicherheit vor HIV auf Reisen

Laut dem Bericht von UNAIDS (Joint United Nations Programme on HIV/AIDS) trugen im Jahr 2013 weltweit 35 Millionen Menschen das HI-Virus in sich. Auch wenn die Infektionszahlen in einigen Ländern rückläufig sind, so ist die globale Epidemie längst nicht überwunden. Anführer in der Statistik sind hauptsächlich die afrikanischen Länder südlich der Sahara, wo weltweit die mit Abstand höchste Rate an HIV-Infektionen besteht. An zweiter Stelle der Statistik stehen Süd- und Südostasien.

Vorsorge gegen AIDS und HIV
Gegen AIDS oder HIV gibt es derzeit keinen Impfstoff. Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist die Vermeidung von direktem Kontakt mit den infektionsrelevanten Körperflüssigkeiten. Schützen Sie sich gegen AIDS und HIV durch den konsequenten Gebrauch von Kondomen und Lecktüchern. Verwenden Sie nur Nadeln und andere medizinische Instrumente, die entweder sterilisiert oder neu verpackt sind (zum Beispiel Einwegnadeln). Aktuelle Reisewarnungen zu anderen Krankheiten und Infektionen finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amts.
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Kondome
© iStockphoto
Virenbarriere: HIV wird durch bestimmte Körperflüssigkeiten übertragen, darunter Sperma und Scheidenflüssigkeit. Der einzig wirksame Schutz sind Kondome und Lecktücher.
Paar hält sich an der Hand
© Shutterstock
Vorsicht vor der rosaroten Brille: Selbst wenn man nicht zur Risikogruppe gehört, ist der Schutz vor HIV extrem wichtig – auch im Urlaub. Der Ferienflirt kann sonst zum Drama werden.