Der Grippe vorbeugen: Saisonale Grippeimpfung
Den besten Schutz vor einer Grippeinfektion bietet eine Impfung. Besonders die
Risikogruppen sollten sich gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Die Impfung ist weitestgehend unkompliziert und gilt als sehr sicher. Es besteht keine Gefahr, sich mit dem Impfstoff zu infizieren und eine Virus-Grippe zu entwickeln, da es sich um einen inaktiven Impfstoff handelt. Der Erreger ist abgetötet und nicht vermehrungsfähig – anders als bei der Lebend-Impfung, die mit einem abgeschwächten Erreger vorgenommen wird.
Saisonale Grippeimpfung ist für Risikopatienten kostenlos
Um einen sicheren Schutz gegen die saisonale Grippe aufzubauen, ist jedes Jahr aufs Neue eine Impfung nötig: Grippeviren verändern sich ständig, weshalb auch regelmäßig neue Impfstoffe entwickelt werden müssen. Die beste Zeit für eine Grippeimpfung sind die Monate Oktober und November – vor Beginn der eigentlichen Grippesaison. Von Dezember bis April treten die meisten Krankheitsfälle auf. Allerdings kann auch jederzeit danach eine Impfung verabreicht werden.
Nach erfolgter Impfung benötigt das Immunsystem etwa 14 Tage, um einen optimalen Schutz gegen das Virus zu entwickeln. Risikopatienten erhalten die Grippeimpfung kostenlos. Aber auch Menschen, die nicht zu einer Risikogruppe gehören, können sich bei ihrer Krankenkasse informieren, ob die Impfung übernommen wird.
Impfung gegen die Schweinegrippe?
Im Jahr 2009 wurden spezifische Impfstoffe gegen die sogenannte Schweinegrippe entwickelt. Um sich vor diesem Erreger zu schützen und gleichzeitig gegen die saisonale Grippe gewappnet zu sein, waren zwei separate Impfungen nötig. Das ist seit 2010 nicht mehr der Fall. Ärzten steht ein sogenannter trivalenter Impfstoff zur Verfügung: Eine Impfung schützt vor zwei herkömmlichen Grippevirustypen und dem Erreger der Schweinegrippe. Es handelt sich um einen Tot-Impfstoff.
Vor der Impfung immer mit dem Arzt sprechen
Zu den Kontraindikationen der Grippeimpfung zählt eine Allergie auf Eier- und Hühnereiweiß, weil der Impfstoff in der Regel mithilfe von Hühnereiern produziert wird. Als Alternative bei einer Allergie auf Hühnereiweiß gibt es Grippeimpfstoffe, die auf Zellkulturen basieren. Diese sind aber für den Arzt nicht immer verfügbar.
Außerdem müssen Sie den impfenden Arzt über Vorerkrankungen und die von Ihnen eingenommen Medikamente informieren. Menschen, die beispielsweise einen Blutgerinnungshemmer einnehmen, dürfen keine Injektion in einen Muskel erhalten.
Keine Impfung während eines akuten Infekts
Wer unter einem akuten Infekt leidet, sollte den Impftermin in Absprache mit dem Arzt in jedem Fall verschieben. Der Körper ist zu sehr mit der Abwehr des Infekts beschäftigt. Muss er sich zusätzlich noch mit dem Impfstoff auseinandersetzen, kann der Krankheitserreger sich weiter und schneller ausbreiten. Auch haben weitere Krankheitserreger es leichter, in den Körper einzudringen. Bei chronisch Kranken steigt durch die Schutzimpfung ebenfalls das Infektionsrisiko für kurze Zeit. Doch wird bei ihnen dieses Risiko geringer bewertet als die Gefahr, an Influenza zu erkranken.
WHO bestimmt den ImpfstoffJedes Jahr Anfang Februar tritt die WHO (Weltgesundheitsorganisation) zusammen, um den Grippe-Impfstoff für die kommende Herbst-Winter-Saison auf der Nordhalbkugel zu bestimmen. Als Grundlage dienen Hinweise verschiedenster Referenzlabore über die voraussichtliche Entwicklung des Virus in der nächsten Grippe-Saison. Anschließend verschickt die WHO die prognostizierten Viren, die sie aus den Referenzlaboren erhalten hat, als sogenannte Saatviren an die Impfstoff-Hersteller. Die Pharmaunternehmen brauchen rund sechs Monate, bis sie den Impfstoff hergestellt haben.
Autoren und Quellen
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Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, vitanet-ch/dsb; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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Quellen: Was schützt im Winter vorm Infekt? MMW - Fortschritte in der Medizin 41/2005
- Influenza - RKI-Ratgeber-Infektionskrankheiten (2009), Robert Koch-Institut
- Fragen und Antworten zur Neuen Grippe ("Schweinegrippe"), Bundesministerium für Gesundheit, 2009
- FAQs zur Impfung gegen die neue Influenza A/H1N1 (sog. „Schweine-Grippe“), Information für Ärztinnen und Ärzte, Bundesärztekammer
- Aktuelle Grippeimpfung 2010/2011 mit Schweinegrippeimpfstoff; 23.09.2010; http://www.suite101.de/content/aktuelle-grippeimpfung-mit-schweinegrippeimpfstoff-a86813
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Aktualisiert am: 24.11.2011
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