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Hepatitis D



Hepatitis D ist eine Virus-Infektionskrankheit. Das verantwortliche Virus (HDV) kann sich nur in Verbindung mit dem Hepatitis-B-Virus vermehren. Menschen, die mit dem Hepatitis-D-Virus infiziert sind, tragen gleichzeitig das Hepatitis-B-Virus in sich. Hepatitis-D-Viren übertragen sich durch Blut oder Körperflüssigkeiten wie Sperma.

Symptome und Krankheitsverlauf bei Hepatitis D

Die Inkubationszeit liegt zwischen einem und acht Monaten. Hepatitis D beginnt häufig mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden. Begleitend leidet der Betroffene auch an Fieber. Im weiteren Verlauf treten die typischen Symptome einer Gelbsucht auf: Dunkelfärbung des Urins, Hellfärbung des Stuhls und Gelbfärbung der Haut und der Augen. Eine Infektion mit Hepatitis B und Hepatitis D kann gleichzeitig erfolgen oder auch nacheinander. In letzterem Fall verläuft die Krankheit oft schwerer.

Diagnose und Behandlung bei Hepatitis D

Der behandelnde Arzt stellt Hepatitis D durch gezielte Blutuntersuchungen fest. Zurzeit gibt es kein wirksames Medikament gegen Hepatitis D. Der Arzt behandelt deshalb rein symptomatisch. Er verabreicht Schmerzmittel und verordnet Bettruhe. Alkohol ist strikt zu meiden. Bei einer chronischen Hepatitis D wird hochdosiertes Interferon alpha eingesetzt.

Die Krankheit ist meldepflichtig.

Wo kommt Hepatitis D vor?

Hepatitis D ist weltweit verbreitet. Regionale Unterschiede gehen meist mit dem Entwicklungsstand des Gesundheitssystems einher.
Weltkarte der Hepatitis-D-Verbreitung
© WHO, 2006

Mögliche Impfungen gegen Hepatitis D

Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt auch vor Hepatitis D. Allerdings ist die Wirkung nur dann gewährleistet, wenn zum Zeitpunkt der Impfung keine chronische Hepatitis B vorlag.

Vorsorge gegen Hepatitis D

Neben der Impfung ist eine weitere wichtige Vorsorgemaßnahme die Vermeidung von direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Schützen Sie sich neben der Impfung durch den konsequenten Gebrauch von Kondomen. Verwenden Sie außerdem nur Nadeln und andere medizinische Instrumente, die entweder sterilisiert oder neu verpackt sind (zum Beispiel Einwegnadeln).

Aktuelle Hinweise zu Krankheiten im jeweiligen Reiseland gibt das Auswärtige Amt.
Autoren und Quellen
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