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Sturzprävention im Alltag



Einmal gestolpert – Knochen gebrochen: Viele Osteoporosekranke erfahren erst durch einen solchen Unfall, dass ihre Knochendichte bereits erheblich verringert ist. Mit Sport und Koordinationsübungen kann man die stützenden Muskeln kräftigen und das Gleichgewicht schulen.

Neben diesem Training kann man aber auch durch einfache Vorsichtsmaßnahmen im täglichen Leben Stürze und damit Brüche vermeiden: Wenn Sie Stolperfallen in der Wohnung entfernen, Hilfsmittel benutzen und einige Grundregeln befolgen, erhöhen Sie Ihre Sicherheit schon ganz erheblich.

Stolperfallen in der Wohnung

Wichtig bei der Wohnraumanpassung ist ganz allgemein, dass die Laufwege frei von Hindernissen sind und keine Gegenstände auf dem Boden herumstehen oder liegen.

An lose auf dem Boden liegenden Teppichen können Sie leicht hängenbleiben. Daher sollten sie entweder ganz entfernt oder fest auf den Boden geklebt werden. Dasselbe gilt für Kabel: Nicht quer durch das Zimmer legen, sondern entweder mit Klebeband auf dem Boden befestigen oder hinter Fußleisten und über den Türrahmen verlegen. Ein schnurloses Telefon hat kein Kabel, über das man stolpern kann.

Vor allem beim nächtlichen Toilettengang kommt es oft zu Stürzen. Hier schaffen Nachtlichter Abhilfe. Auch ein Bewegungsmelder neben dem Bett ist sinnvoll: Er schaltet beim Aufstehen automatisch das Licht ein und erspart so das Tasten nach dem Lichtschalter.

Treppen sollten immer gut beleuchtet und an der ersten und letzten Stufe mit bequem erreichbaren Lichtschaltern versehen sein. Eine Alternative sind Leuchten direkt an den Stufen. Jede Treppe, auch mit wenigen Stufen, sollte ein gut greifbares Geländer oder einen Handlauf haben. Auf die Stufen geklebte Gummistreifen geben den Füßen zusätzlichen Halt. Wenn Sie eine Treppe hinauf oder hinuntersteigen, stellen Sie den Fuß immer ganz auf die Stufe. Wenn Sie große Gegenstände vor dem Körper tragen: Achten Sie darauf, dass Sie die nächste Stufe immer sicher erkennen können. Hindernisse wie Blumenvasen oder abgestellte Geräte haben auf der Treppe nichts verloren.

Im Badezimmer verringern Gummimatten in der Wanne oder Dusche und auf den Boden die Rutschgefahr. Ein Sitz in Dusche oder Badewanne macht das Duschen sicherer. An der Wandseite der Dusche und neben der Toilette sollten Handgriffe angebracht werden, die beim Aufstehen helfen.

Kleidung für festen Halt

Bei der Kleidung ist vor allem richtiges Schuhwerk wichtig: Stabil und geschlossen sollten die Schuhe sein und rutschfeste Sohlen haben. Sandalen, hinten offenen Hausschuhe und hohe Absätze sind nicht zu empfehlen. Wenn Sie sich schlecht bücken können, kaufen Sie keine Schuhe mit Schnürsenkeln, sondern mit Klettverschluss. Ein Schuhlöffel kann das Anziehen erleichtern.

Hosenbeine, Röcke und Mäntel sollten nicht zu lang sein, um ein versehentliches Daraufsteigen zu vermeiden.

Unterwegs außerhalb der Wohnung

Für die Fortbewegung mit dem Rad ist ein Damenrad mit tiefem „Einstieg“ die beste Wahl, weil das Auf- und Absteigen wesentlich erleichtert wird. Beim Einkaufen: Das zu tragende Gewicht gleichmäßig auf Taschen in der rechten und der linken Hand und im Rucksack verteilen. Auch ein Einkaufstrolley ist sinnvoll. Bei Schnee und Glatteis sollten Sie warten, bis die Bürgersteige geräumt und gestreut sind, bevor Sie das Haus verlassen.
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