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Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)



Zu den Leitsymptomen der Schaufensterkrankheit zählen Schmerzen in den Beinen, vor allem beim Gehen. Das klingt unangenehm, aber zunächst wenig dramatisch. Die Betroffenen nehmen deshalb die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) – so die medizinische Bezeichnung für das Leiden – oft nicht ernst. Das ist ein Fehler.

Mögliche Folgeerkrankungen

Die PAVK erhöht zum Beispiel das Risiko für die koronare Herzkrankheit und kann zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Denn all diesen Krankheiten liegt als Ursache fast immer eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) zugrunde. Einige bevölkerungsstatistische Zahlen machen deutlich, wie gefährlich die Schaufensterkrankheit ist, unter der etwa 20 Prozent der älteren Bevölkerung leiden:
  • Zirka 70 Prozent der Patienten leiden unter einer koronaren Herzkrankheit oder Verengung der hirnversorgenden Arterien.
  • Zirka 50 Prozent der Patienten sterben innerhalb von zehn Jahren nach der Diagnose PAVK.
  • Männliche Patienten haben eine um zehn Jahre verringerte Lebenserwartung.
  • In Deutschland gibt es jährlich rund 30.000 Amputationen aufgrund einer Schaufensterkrankheit.
  • 90 Prozent der Patienten rauchen. Wer allerdings das Rauchen aufgibt, hat gute Aussichten auf einen positiven Krankheitsverlauf.

Das A und O für die Therapie: Gewohnheiten ändern

Die PAVK kann nur gut behandelt werden, wenn der Betroffene seine Lebensgewohnheiten umstellt. Nur dann können die anderen Therapiemaßnahmen wie Medikamente, eine Stent- oder Bypassoperation langfristig zu einer Besserung führen. Auf der Therapieliste bei der PAVK steht immer auch ein Gehtraining – besonders in fortgeschrittenen Stadien. Es soll für eine bessere Durchblutung der Beine sorgen.

Daneben ist es für Menschen mit der PAVK besonders wichtig, ihre Füße und Beine richtig zu pflegen. Denn schon kleine Verletzungen können bei ihnen zu Geschwüren und dem Absterben von Gewebe führen. Einige Tipps zur Fußpflege haben wir in unserem Ratgeber für Sie zusammengestellt. Dort finden Sie auch Informationen dazu, wie Sie sich im Notfall verhalten sollten, sowie hilfreiche Adressen und Links.
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