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Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft



Ein niedriger Blutdruck (bei Frauen unter 110/60 mmHg) ist normalerweise gut für die Gesundheit: Werden Herz und Blutgefäße weniger strapaziert, kommt es seltener zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

In der Schwangerschaft allerdings bedeutet ein zu niedriger Blutdruck eine Gefahr für das Ungeborene – einerseits, weil die Mutter kollabieren kann, und andererseits, weil eine zu geringe Durchblutung der Gebärmutter dazu führen kann, dass das Kind nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe bekommt und so in seiner Entwicklung gestört wird.

Symptome eines zu niedrigen Blutdrucks

Besonderes typisch für zu niedrigen Blutdruck sind Flimmern vor den Augen und Schwindel, zum Beispiel wenn man schnell von einem Stuhl oder aus dem Bett aufsteht. Ständig kalte Hände und Füße, Schlappheit, Blässe und das Bedürfnis, dauernd zu gähnen, sind weitere Symptome. Weil der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, versucht das Herz gegenzusteuern und schlägt schneller – Herzklopfen und die anderen genannten Symptome können jedoch auch auf eine Anämie hinweisen.

In der Schwangerschaft kann ein vorher bereits niedriger (aber nicht behandlungsbedürftiger) Blutdruck noch weiter sinken, weil sich unter der Wirkung des Schwangerschaftshormons Progesteron die Blutgefäße weiten und das Blut in den Beinen „versacken“ kann. Wenn Ihnen nicht nur ab und zu ein bisschen schwindelig ist, sondern Ihnen beim Aufstehen schwarz vor Augen wird oder Sie sogar schon ohnmächtig geworden sind, brauchen Sie ärztliche Behandlung. Ein Sturz könnte Sie oder Ihr Kind in Gefahr bringen, und ein dauerhaft deutlich zu niedriger Blutdruck birgt weitere Risiken für das Kind.

Therapie eines niedrigen Blutdrucks

Von einer medikamentösen Behandlung eines niedrigen Blutdrucks wird in der Schwangerschaft dringend abgeraten. Denn geeignete Wirkstoffe, die auf eine Verengung der Blutgefäße abzielen, verengen auch die Blutgefäße, die das Kind versorgen. Möglicherweise rät Ihnen Ihr Arzt zu pflanzlichen Mitteln, die den Kreislauf anregen. Kampfer und Weißdorn sollen zum Beispiel gute Ergebnisse bringen.

Gegenmaßnahmen

Die Stabilisierung des Kreislaufs bei zu niedrigem Blutdruck beruht im Wesentlichen auf einer ausreichenden Zufuhr mit Flüssigkeit und Salz und einer Unterstützung der Muskelpumpe in den Beinen.

Hilfreich sind daher folgende Maßnahmen:
  • Ausreichend trinken! Flüssigkeitsmangel kann zu Kreislaufbeschwerden führen. Trinken Sie zum Beispiel morgens ein Glas Orangensaft, den Sie zur Hälfte mit Wasser verdünnt haben (Orangensaft verbessert die Eisenaufnahme des Körpers und hilft so gegen Anämie – eine weitere Ursache für Müdigkeit und Abgeschlagenheit).
  • Trinken Sie statt eines Tees öfter mal eine heiße Brühe – durchaus auch schon morgens zum Frühstück. Die leicht salzige Brühe reguliert Ihren Flüssigkeitsbedarf dadurch, dass Sie mehr Durst bekommen und in der Folge mehr trinken. So erhöht sich das Blutvolumen im Kreislauf und die Durchblutung des gesamten Organismus verbessert sich. Eine Salzbrezel hat dieselbe Wirkung.
  • Bewegen Sie sich ausreichend. Ein zügiger Spaziergang, am besten jeden Tag, unterstützt die Muskelpumpe in den Waden und damit den Kreislauf.
  • Wenn Sie viel am Schreibtisch sitzen, ziehen Sie ab und zu Ihre Zehen zu sich heran. Auch diese Übung aktiviert die Muskelpumpe in den Waden und verbessert damit die Durchblutung.
  • Eine tägliche Trockenbürstenmassage (immer zum Herzen hin) fördert die Durchblutung und stärkt den Kreislauf. Eine kalte Dusche im Anschluss daran unterstützt diese Wirkung noch: Beginnen Sie an den Füßen und führen Sie den Wasserstrahl dann langsam Richtung Herzen. Dasselbe, mit den Händen beginnend, bei den Armen wiederholen.


Mehr zu Niedrigem Blutdruck erfahren Sie hier.
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