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Schilddrüsenstörungen in der Schwangerschaft



Wegen der hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft können sich Schilddrüsenstörungen, die bis dahin unbemerkt verlaufen sind, zu manifesten Schilddrüsenerkrankungen entwickeln. Eine gesunde Schilddrüse ist für das ungeborene Kind jedoch von großer Wichtigkeit.

Ärztin untersucht Frau am Hals © Thinkstock

Unterschiedliche Krankheitsbilder bei Störungen der Schilddrüsenfunktion

In der Schwangerschaft können drei (in der Regel unbemerkt schon vorhandene) Schilddrüsenerkrankungen manifest werden:
  • die Schilddrüsenüberfunktion,
  • die Schilddrüsenunterfunktion und die
  • Schilddrüsenvergrößerung.

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) während der Schwangerschaft

Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion – Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Reizbarkeit und Unruhe – sind nicht leicht zu erkennen, denn all das kann in einer Schwangerschaft ganz normal sein. Lediglich ein weiteres Symptom ist etwas ungewöhnlich: die vermehrte Darmtätigkeit und die scheinbar gute Verdauung, denn in den meisten Fällen haben Schwangere eher mit Verstopfung zu kämpfen. Deswegen ist es immer gut, solche Veränderungen mit dem Arzt zu besprechen. Denn wenn eine Schilddrüsenüberfunktion die Ursache ist und nicht behandelt wird, kann es zum Beispiel zu vorzeitigen Wehen kommen.

Wird die Überfunktion durch das Schwangerschaftshormon humanes Choriongonadotropin (hCG) verursacht, das strukturell einem die Schilddrüse stimulierenden Hormon gleicht, ist der Verlauf eher leicht und die Schilddrüsenfunktion pendelt sich oft von allein wieder ein. Ist allerdings ein Morbus Basedow, eine bereits bestehende Autoimmunkrankheit, die Ursache, muss sofort fachärztlich behandelt werden. Ist eine Schilddrüsenüberfunktion bereits vor einer geplanten Schwangerschaft bekannt, sollte sie im Vorfeld behandelt werden.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) in der Schwangerschaft

Bei der Schilddrüsenunterfunktion wird zu wenig Schilddrüsenhormon, das Thyroxin, produziert. Dadurch verlangsamen sich alle Stoffwechselprozesse. Betroffene sind immer müde, antriebslos, frieren leicht und neigen zu Verstopfungen. Mit einer einfachen Blutuntersuchung kann der Arzt die Diagnose stellen – und auch die Behandlung ist völlig problemlos: In Form von Tabletten wird das fehlende Thyroxin ersetzt. Das ist auch gefahrlos für den Fötus. Bekommen Sie ohnehin schon Thyroxin wegen einer vor der Schwangerschaft bestehenden Unterfunktion, kann die Dosis etwas erhöht werden.

Schilddrüsenvergrößerung (Struma) in der Schwangerschaft

Bei den meisten Schwangeren kommt es zu einer leichten Vergrößerung der (gesunden) Schilddrüse. Kommt es zu einer übermäßigen Vergrößerung, ist die Ursache fast immer ein Jodmangel, der durch den vermehrten Bedarf von Jod in der Schwangerschaft überhaupt erst entdeckt wird. Hat der Arzt den Mangel durch einen Bluttest festgestellt, verschreibt er Jodtabletten.

Mehr Informationen zu Schilddrüsenerkrankungen erhalten Sie hier.
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