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Übelkeit (Schwangerschaftserbrechen)



Weit über die Hälfte aller Schwangeren hat in den ersten Monaten mehr oder weniger ausgeprägt mit Übelkeit und manchmal auch mit Erbrechen zu kämpfen. Beides ist völlig normal – die Übelkeit zeigt an, dass der Körper sich auf eine große Veränderung vorbereitet und alles bestens läuft.

Frau ist übel © Thinkstock

Ursachen von Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Wie kommt es dazu, dass so vielen Frauen in der frühen Schwangerschaft häufig schlecht wird? Man geht davon aus, dass die Hormonumstellung damit zu tun hat. Besonders das Schwangerschaftshomon hCG, das um die 10. bis 12. Schwangerschaftswoche herum die zu erwartenden Maximalwerte erreicht, wird damit in Verbindung gebracht. Aber auch ein Blutzuckerabfall könnte die Ursache sein und natürlich seelische Aspekte oder Stress.

Symptome bei Schwangerschaftserbrechen

Die meisten Frauen leiden vor allem morgens nach dem Aufstehen unter Übelkeit und Brechreiz. Bei vielen Schwangeren kündigen sich die Übelkeitsattacken auch mehrmals am Tag durch vermehrten Speichelfluss im Mund an. Oft genügt ein Geruch oder der bloße Anblick von Essen, und der Betroffenen wird übel. Grund dafür ist der in der Schwangerschaft veränderte, sensiblere Geruchssinn, durch den selbst Düfte, die ein Leben lang als angenehm empfunden wurden, Brechreiz auslösen können.

Normalerweise ist es nicht nötig, wegen dieser Symptome zum Arzt zu gehen. Viele Schwangere nehmen sogar in den ersten drei Monaten etwas ab, weil ihnen gar nichts schmeckt.

Hyperemesis gravidarum: übermäßiges Schwangerschaftserbrechen

Aufmerksam sollten Sie jedoch werden, wenn Sie nichts bei sich behalten können, nicht einmal Getränke. Hyperemesis gravidarum ist der Fachbegriff dafür – übermäßiges Schwangerschaftserbrechen, das so schwer werden kann, dass eine Krankenhauseinweisung nicht mehr zu umgehen ist. Die Patientin braucht dann vor allem Flüssigkeit, die über Infusionen zugeführt wird, sowie Vitamine und Nährstoffe. Warum etwa eine von 200 Schwangeren so extrem reagiert, hat vermutlich vor allem psychische Ursachen. Aus diesem Grund wird dann meist zusätzlich eine Psychotherapie empfohlen.

Übelkeit nach der 20. Woche
Übelkeit und Erbrechen in der fortgeschrittenen Schwangerschaft – ab etwa der 20. Woche – sollte möglichst schnell ärztlich untersucht werden, vor allem, wenn keine klare Ursache dafür erkennbar ist. Die Ursache könnte eine Infektion des Magen-Darm-Traktes sein oder sogar eine Präeklampsie.

Gegenmaßnahmen bei Schwangerschaftserbrechen

Übelkeit nach dem Aufstehen am Morgen können Sie in vielen Fällen verhindern, indem Sie gleich nach dem Aufwachen etwas essen – am besten stellen Sie sich einen Teller mit Zwieback ans Bett. Auch wenn Sie versuchen, Ihre Übelkeit einfach zu ignorieren, kann das helfen. Als hilfreich haben sich auch die folgenden Tipps erwiesen:
  • Riechen Sie ab und zu an einer aufgeschnittenen Grapefruit oder Zitrone und Sie werden sich gleich wohler fühlen. Diese und andere natürliche ätherische Öle wirken gegen Übelkeit. Probieren Sie aus, was Sie besonders gern riechen – Hauptsache, das Öl ist natürlich und nicht naturidentisch oder synthetisch.
  • Außerdem hilft frischer Ingwer gegen die Beschwerden. Ingwer gibt es auch in Form von Tee und Tabletten in der Apotheke. Allerdings wird gelegentlich von einer wehenfördernden Wirkung berichtet, weshalb eine Einnahme in der Frühschwangerschaft nur mit Vorsicht und im Zweifelsfall nach Rücksprache mit dem Arzt geschehen sollte. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht geklärt.
  • Nux vomica ist ein homöopathisches Mittel, das auch von Hebammen in der Schwangerschaft empfohlen wird. Es hilft gegen Übelkeit und Brechreiz.
  • Auch Akupunktur ist eine mögliche Maßnahme. Häufig bessern sich die Beschwerden schon nach der ersten Behandlung.

Übelkeit in der Schwangerschaft vorbeugen

Vor einer Schwangerschaft kann man relativ wenig tun, um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen. Frauen, die regelmäßig Sport treiben, haben aber einen stabileren Kreislauf und daher manchmal weniger Probleme.

Mehr zu Übelkeit und Erbrechen finden Sie hier.
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