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Vorzeitige Plazentalösung in der Schwangerschaft



Normalerweise trennt sich der Mutterkuchen (Plazenta) erst nach der Geburt von der Gebärmutterwand. Bei sehr wenigen Schwangeren löst sich die normalsitzende Plazenta aber schon während der Schwangerschaft ganz oder teilweise. Für das Kind besteht dann akute Lebensgefahr: Die Verbindung zur Mutter ist unterbrochen und die Versorgung nicht mehr gesichert. Auch für die Mutter ist eine Plazentalösung sehr riskant – und damit immer ein Notfall.

Ursachen einer vorzeitigen Plazentalösung während der Schwangerschaft

Die genauen Ursachen einer Plazentalösung können nicht immer genau ermittelt werden – in Frage kommen Unfälle oder Stürze, vor allem aber auch die Präeklampsie.

Symptome bei einer vorzeitigen Plazentalösung

Den Hinweis auf die Plazentalösung geben plötzliche, starke Schmerzen im Unterleib sowie oft auch vaginale Blutungen. Meistens schmerzt die Gebärmutter (Uterus) nicht nur bei Druck, sondern ist auch hart wie ein Brett – Mediziner sprechen dann von einem „Holzuterus“.

Kommt eine Schwangere mit Verdacht auf eine vorzeitige Plazentalösung in die Klinik, stellt der Arzt aufgrund des Blutverlusts typische Schockzeichen fest:
  • Blässe
  • Blutdruckabfall
  • hoher Puls
  • Angst und Unruhe
Die kindlichen Herztöne sind kaum zu hören und das Kind und seine Gliedmaßen sind nur schwierig zu ertasten.

Therapie einer vorzeitigen Plazentalösung während der Schwangerschaft

Eine Plazentalösung ist ein Notfall. Treten Symptome auf, die darauf hinweisen, sollte sofort der Arzt beziehungsweise ein Krankenwagen gerufen werden. Die Schwangere darf nicht mehr herumlaufen, sondern muss sich hinlegen. Wenn es für Mutter und Kind vertretbar ist, wird ein Kaiserschnitt gemacht. Ist das Kind bereits gestorben oder nicht genügend entwickelt, leitet der Arzt meist eine vaginale Geburt ein.
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