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Typhus



Typhus ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die verursachenden Bakterien (Salmonella typhi) gehören zu den Salmonellen. Sie lösen eine schwere Darmerkrankung aus. Der sogenannte Paratyphus ist eine weniger schwere Variante der Krankheit. Die Übertragung geschieht hauptsächlich über verunreinigte Nahrungsmittel und verseuchtes Wasser. Dorthin gelangen die Erreger durch Ausscheidungen von Erkrankten – oder aber von gesunden sogenannten Bakterien-Dauerausscheidern, die von der Infektion häufig nichts wissen.

Symptome und Krankheitsverlauf bei Typhus

Ein bis drei Wochen nach der Infektion beginnt die Krankheit mit langsam steigendem, dann hohem Fieber (um 40 Grad Celsius), Husten, Benommenheit, Kopf- und Gliederschmerzen. Nach anfänglicher Verstopfung kommt es zum typischen Durchfall. Als Komplikationen können unter anderem eine Herzmuskelentzündung und Kreislauf- oder Nierenversagen hinzukommen.

Diagnose und Behandlung bei Typhus

Beim geringsten Verdacht auf Typhus sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden. Der behandelnde Arzt kann anhand der Krankheitsgeschichte (Anamnese) und des körperlichen Befunds eine Verdachtsdiagnose stellen. Der direkte Nachweis des Typhus-Erregers kann durch Urin-, Stuhl- und Blutuntersuchungen (Blutkultur) erfolgen. Auch ein Antikörpernachweis ist möglich.

Die Therapie erfolgt mit Antibiotika über zwei bis vier Wochen. Gleichzeitig werden die Verluste des Wasser- und Mineralhaushalts ausgeglichen und die Kreislauffunktionen überwacht. Die Betroffenen müssen isoliert werden. Ein Erkrankungsverdacht, die Krankheit sowie der Tod durch Typhus sind meldepflichtig.

Wo kommt Typhus vor?

Typhus kommt weltweit vor. Die Krankheit tritt vor allem dort auf, wo mangelhafte hygienische Verhältnisse herrschen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jährlich 17 Millionen Menschen an Typhus erkranken und rund 600.000 daran sterben.

Weltkarte der Typhus-Verbreitung
© WHO, 2006

Impfungen gegen Typhus

Es gibt zwei mögliche Impfungen: Die Schluckimpfung, die auch als Reiseimpfung empfohlen wird, bietet für zirka zwei Jahre Schutz. Daneben gibt es auch eine Injektion, die drei Jahre Schutz bietet.

Vorsorge

Verzichten Sie auf das Trinken von Leitungswasser (auch beim Zähneputzen) und auf alle Nahrungsmittel, die nicht gekocht, gebraten oder geschält sind. Ein erhöhtes Risiko stellen fäkaliengedüngtes Gemüse (zum Beispiel Salate) und Meeresfrüchte (zum Beispiel Muscheln, Schalentiere und Austern) dar. Dies betrifft auch gehobene Hotels und Gaststätten. Trinken Sie Wasser ausschließlich aus abgepackten und verschlossenen Flaschen und verzichten Sie auf Eiswürfel in Getränken.

Aktuelle Hinweise zu Krankheiten im jeweiligen Reiseland gibt das Auswärtige Amt
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