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Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)



Während des Wachstumsalters wird gelegentlich durch eine Röntgenaufnahme eine Veränderung der unteren Lendenwirbelsäule festgestellt, bei der die Wirbelkörper nicht exakt übereinanderstehen. Normalerweise können die Wirbelkörper nicht auf dem schräggestellten Kreuzbein nach vorne rutschen, da die kleinen Wirbelgelenke einen größeren Gleitvorgang verhindern.

Wirbelgleiten durch Spalt in den Wirbelbögen

Aus bisher nicht geklärter Ursache entsteht bei manchen Menschen ein Spalt in den Wirbelbögen, welche die Wirbelgelenke mit den Wirbelkörpern verbinden. Dadurch geht die stabilisierende Funktion der schuppenförmig übereinanderliegenden Gelenke verloren, und der Wirbelkörper kann auf der schiefen Ebene nach vorne gleiten. Man nimmt an, dass diese Veränderung anlagebedingt ist oder sich im Laufe des Wachstums entwickelt. Immer wieder wird ein intensives Training als Ursache angeschuldigt, da die Spondylolisthese häufiger bei Leistungssportlern diagnostiziert wird.

Behandlung des Wirbelgleitens nur bei Beschwerden notwendig

Die Diagnose Wirbelgleiten ist kein Grund zur Sorge. Die meisten Personen, bei denen diese Veränderung besteht, sind schmerzfrei, da die in den allermeisten Fällen nicht tangiert werden. Allerdings ist die Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule gegenüber dem Normalzustand herabgesetzt. Wölbt sich zusätzlich die Bandscheibe vor, so können der Nervenschlauch und die Wirbelnerven leichter als beim Normalen geschädigt werden.

Eine Behandlung des Wirbelgleitens ist nur erforderlich, sofern Beschwerden bestehen. Allerdings sollten Jugendliche und Erwachsene, bei denen diese Diagnose gestellt wurde, keine Schwerarbeiten ausführen, da sonst eher mit einer Verschlechterung zu rechnen ist.

Therapie des Wirbelgleitens: physikalische Verfahren und Korsett

Sofern Schmerzen auftreten, wird eine konservative Behandlung eingeleitet. Neben physikalischen Verfahren wie Stangerbädern, weiteren Reizstrombehandlungen und Fangopackungen kann die Verordnung eines Korsetts sinnvoll sein. Nach Abklingen der Schmerzen hat sich die Krankengymnastik bewährt. Nur in Ausnahmefällen, wenn die austretenden Nerven geschädigt sind, ist ein operativer Eingriff zu erwägen, durch den der Wirbelkörper fixiert und die Nerven entlastet werden.
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