Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
descriptionWaage und Maßband
Wer zu viel oder falsch isst, wird dick. Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Vor allem die gesundheitlichen Folgen sind fatal.
descriptionMassband um Bauch
Pummeliger Po und schlanke Taille? Eher ungefährlich. Gesundheitsgefährdend ist hingegen das Bauchfett. Eine einfache Rechnung zeigt das Risiko.
descriptionGemüse in einer Tasche
Welche Diäten sind sinnvoll, wann sollte man Rat vom Arzt holen, und welche Maßnahmen übernehmen die Kassen? Ein Führer durch den Diäten-Dschungel.
descriptionZuckerwürfel
Übergewicht ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – und kann das Leben somit verschlechtern und verkürzen.
descriptionGymnastikball und Yogamatten
Den individuellen Kalorienbedarf ermitteln, sich entsprechend gesund ernähren, regelmäßig Sport treiben – so lässt sich Übergewicht vermeiden.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

Herz, Hirn, Gelenke und Gefäße in Gefahr

Übergewicht zieht eine ganze Reihe von Krankheiten nach sich. Es überlastet nicht nur die Gelenke, führt zu Diabetes und Arteriosklerose. Letztendlich kann es eine Mitursache sein für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Im Überblick



Welche Beschwerden und Folgeerkrankungen verursacht Übergewicht?

Menschen mit Übergewicht leiden häufig unter zahlreichen Beschwerden wie Kurzatmigkeit, starkem Schwitzen, schneller Ermüdbarkeit oder Schmerzen an Wirbelsäule, Hüft- oder Kniegelenken. Auch viele psychosoziale Probleme gehen mit Übergewicht einher.

Daneben ist Übergewicht in den Industrieländern der größte Risikofaktor für die Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ II, Schlaganfall und Fettstoffwechselstörungen. Jährlich sterben Tausende von Menschen an den Folgen von Übergewicht. Außerdem begünstigt Übergewicht auch die Entstehung von Arthrose, Bandscheibenschäden und Gicht. Das Risiko, Folgeerkrankungen zu entwickeln, erhöht sich mit dem BMI-Wert. Auch die Fettverteilung spielt eine Rolle: Insbesondere eine stammbetonte Fettverteilung erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Durch eine gesunde Lebensweise mit Sport, Ernährungsumstellung und Entspannung können Sie vielen ernährungsbedingten Folgeerkrankungen entgegenwirken.
↑ nach oben

Übergewicht erhöht das Cholesterin

Essen Sie nur so viel, wie Ihr Körper wirklich braucht. Überschüssige Energie wird in der Leber zu Cholesterin und anderen Fetten umgewandelt. Fett wird in den Fettdepots eingelagert. Dies führt langfristig zu Arteriosklerose, denn das Cholesterin lagert sich in den Wänden der Arterien ab. Insbesondere fettreiche Nahrung führt schnell zu Übergewicht, denn Fett enthält sehr viele Kalorien im Vergleich zu Kohlenhydraten und Eiweiß.

So viel enthält ein Gramm …

Fett 9 kcal (37 Kjoule)
Kohlenhydrat 4 Kcal (17 Kjoule)
Eiweiß 4 Kcal (17 Kjoule)
Alkohol 7 kcal (30 Kjoule)

↑ nach oben

Wie lässt sich Übergewicht vermeiden? Prinzipiell gilt: Die Kalorienzufuhr darf den Kalorienverbrauch nicht überschreiten. Der Energiebedarf in Ruhe, auch Grundumsatz genannt, beträgt durchschnittlich 30 Kcal/kg/Tag oder 130Kj/kg/Tag. Eine Frau, die 60 kg wiegt, hat also einen Grundumsatz von 1.800 Kcal. Bei körperlicher Anstrengung steigt der Energiebedarf. Er ist außerdem von Alter, Geschlecht, Größe und Aktivität abhängig. Leichte körperliche Aktivität erfordert zusätzlich ca. ein Drittel der Energie des Grundbedarfs. Die Kalorienzufuhr würde also insgesamt 40 Kcal/kg/Tag betragen. Für eine Frau mit 60 kg bedeutet dies eine Kalorienzufuhr von 2.400 Kcal.

Stimmt mein Gewicht? Body-Mass-Index und Bauchumfang liefern Anhaltspunkte

Ob Sie mehr Energie zu sich nehmen, als Sie benötigen, und ob Sie Übergewicht haben, können Sie anhand des BMI (body mass index) feststellen. Er ist ein gutes objektives Maß für die Beurteilung des Körpergewichts und errechnet sich aus Körpergröße in kg geteilt durch Körpergröße in m² (=Körperfläche).

Inzwischen halten viele Mediziner den Bauchumfang für aussagekräftiger, denn viel Bauchfett gilt als Risikofaktor für Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes, wie diverse Studien der letzten Jahre belegt haben. Das viszerale Fett – jenes also, das die Organe polstert – wird schneller freigesetzt, es erhöht das Blutfett deshalb eher als das Fett anderer Körperregionen. Aus diesem Grund auch gelten üppige Hüften und Oberschenkel – die Birnenform – als weniger bedenklich als ein massiger Bauch, d. h. die Apfelform. Der Bauchumfang von Frauen sollte unter 88 cm liegen, der von Männern unter 102 cm.

Selbst erteilte Ess-Verbote und strikte Diätverordnungen helfen meistens wenig, um eine Überernährung und deren Folgen Übergewicht sowie zu hohes Cholesterin zu vermeiden. Hilfreicher ist, sich der eigenen Ernährung bewusster zu werden, Lebensgewohnheiten infrage zu stellen und die allgemeinen Tipps der Ernährungswissenschaftler zu beherzigen.
↑ nach oben

Übergewicht und Bewegungsmangel fördern Arteriosklerose

Zu viel Körperfett kann auch zu arteriosklerotischen Veränderungen führen. Denn meistens finden sich bei übergewichtigen Menschen erhöhte Blutfette. Zu viel Cholesterin und andere Blutfette, z. B. Triglyceride oder Lipoproteine, sind schädlich, weil sich überschüssige Cholesterinpartikel in den Arterienwänden ablagern und dort zu Entzündungen und Verkalkungen führen, die die Gefäße starrer und enger werden lassen. Ersetzen Sie deshalb viele tierische durch pflanzliche Fette und essen Sie maßvoll und ballaststoffreich. Dies ist ein wesentlicher Schritt, eine Arteriosklerose zu verhindern und ihr Fortschreiten zu verzögern.

Birnenform vorteilhafter als Apfelform

Allerdings muss Übergewicht differenziert betrachtet werden: Das Fett der Bauchhöhle wird schneller mobilisiert und ins Blut geschwemmt als das Fett auf Hüften oder Oberschenkeln. Nicht allein die Höhe des Übergewichts, sondern vor allem die Verteilung des überschüssigen Fetts im Körper ist also entscheidend für das Arteriosklerose-Risiko. Die für viele Frauen typische Birnenform ist vorteilhafter als die Apfelform, sprich dünne Extremitäten und Bauchpölsterchen.

Bewegung normalisiert den Blutdruck


Viel körperliche Bewegung – wenigstens eine Stunde täglich zügiges Gehen oder 30 Minuten Ausdauersport mehrmals wöchentlich – wirken sich ebenfalls günstig auf den Fettstoffwechsel aus. Zusätzlich kurbelt Bewegung die Durchblutung an und normalisiert den Blutdruck. Eine vertiefte Atmung verbessert die Sauerstoffzufuhr.
↑ nach oben

Grafik: Hüftgelenk
© Shutterstock
Schmerzen und Gelenkverschleiß in der Hüfte sind mögliche Folgen von Übergewicht. Auch Wirbelsäule und Kniegelenke haben schwerer zu tragen und nutzen sich schneller ab.
Vollkornbrot
© Thinkstock
Bei Arteriosklerose lagern sich Cholesterin und andere Blutfette als Partikel an den Arterienwänden ab und führen dort zu Entzündungen und Verkalkungen. Vorbeugen kann man mit einer ballaststoffreichen Ernährung mit vielen Vollkornprodukten und mit pflanzlichen statt tierischen Fetten.